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Geschichte
Die Geburt der 5.5-Meter Klasse ist eng mit der Geschichte der I.Y.R.U. (heute I.S.A.F.) und dem Segelsport bei den Olympischen Spielen verbunden. Im Jahr 1906 nahmen erstmals Rennyachten der "Meter-Klasse" an den Olympischen Spielen teil. Anfangs waren dies große 12er, jedoch wurden nach und nach die Yachtgrößen reduziert um das Segeln populärer zu machen. So waren zum Beispiel die 6er 1906 die kleinsten Boote bei den Olympischen Spielen, 1952 jedoch bereits die Größten.
Nach dem zweiten Weltkrieg erwiesen sich die 6er jedoch als zu teuer, die Anschaffungskosten und der Unterhalt waren nicht mehr zu vertreten. Es galt nun also ein ökonomischers Boot als Nachfolger der 6m Yachten zu finden. Charles E. Nicholson, ein führender Yacht Designer seiner Zeit, entwickelte also im Jahr 1948 eine neue Formel, und im Winter 1948/49 wurde der erste Prototyp, THE DEB, gebaut. Die neue Yacht fand großen Anklang und shon im Oktober wurde die neue Formel von der I.R.Y.U. bestätigt. 1952 schließlich waren die 5.5er bereits bei der Olympiade in Helsinki dabei.
Ähnliche Gründe aber wie diese die zum Ausscheiden der 6er aus dem Olympischen Programm führten, ereilten schließlich auch die 5.5er: Sie wurden durch die damals modernere Soling ersetzt. Doch dies war nicht das Ende. Als Konstruktionsklasse sehr beliebt wurden und werden immer noch Yachten nach den neuesten Prinzipen des Schiffbaues gebaut und gesegelt. Vor allem in der Schweiz ist eine starke Flotte beheimatet. Alle neuen Materialien haben sowohl im Schiffsbaubereich als auch im Segelbereich Einzug gehalten: Carbon Masten, High-Tec Segel wie z.b. 3DL sind keine Seltenheit. Trotzdem beweist sich immer wieder die geniale Konzeption der Nicholson'schen Formel: Bei vielen großen Veranstaltungen halten auch noch alte Boote mit den neuen mit.
Erstellt am 2005-02-10 09:06:23 von edi4
Aktualisiert am 2005-02-10 09:07:33 von edi4
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